Konfliktmanagement im öffentlichen Raum - Volmer-Jann

Konfliktmanagement

22 Jul 2016

Konfliktmanagement im öffentlichen Raum

Als Stuttgarter Demokratiemodell hat Dr. Heiner Geißler Schlichtung und Schlichtungsspruch im Konflikt „Stuttgart 21“ bezeichnet. Das sei eine zeitgemäße Form der Bürgerbeteiligung in einer Mediendemokratie mit weitreichenden Konsequenzen für die Handhabung solcher Projekte.

Nun haben wir es sicher nicht oft mit einem so emotional aufgeladenen, konfliktären Großprojekt wie Stuttgart 21 zu tun. Nichts desto trotz sehen sich Unternehmen und Projektleiter immer häufiger mit Vorwürfen, Einwänden und Bürgerprotesten konfrontiert, die abseits der rechtlich vorgesehenen Mitwirkungsmöglichkeiten der Bürger (bspw. Plan- und Erörterungsverfahren) entstehen. Vielfach werden Konfliktpotentiale und Protestbewegungen erst sehr spät, wenn das Bauvorhaben startet, sichtbar. Zu einer Zeit, da die Ausführungsplanung abgeschlossen, Bauherren und Bauunternehmen sich auf die Ausführung konzentrieren und nicht mehr damit rechnen, dass Konflikte den Projektfortschritt wesentlich beeinträchtigen können.

Die Bagger rücken an – und mit ihnen die Öffentlichkeit. Darauf müssen Projektverantwortliche eingestellt sein. Hier wird für ein projektbegleitendes Konfliktmanagement als fester Bestandteil des gesamten Projektmanagements plädiert. Es wird Konflikte nicht immer verhindern oder vollständig auflösen können.

Konfliktmanagement hilft

  • Konfliktpotentiale frühzeitig zu erkennen und ihre Auswirkungen zu bewerten;
  • Instrumente an der Hand zu haben, mit Konflikten umzugehen;
  • das Gesetz des Handelns nicht aus der Hand geben zu müssen.

Das heißt, dass die Öffentlichkeit, insbesondere der Bürger, als Teilnehmer am Projekt gesehen wird, der gehört und informiert werden will. Und es heißt auch, weg von der bloßen Beteiligung der Öffentlichkeit an den rechtlich vorgegebenen (Genehmigungs-)Verfahren. Sie allein reichen nicht mehr aus. Letztlich lassen sich Infrastruktur- und Bauprojekte nur auf der Basis von Akzeptanz bei den Betroffenen in einem zeitlich und finanziell angemessen Rahmen umsetzen.

Projektbegleitendes Konfliktmanagement

ist nicht Selbstzweck, weil Partizipation und Konfliktvermeidung heute eben angesagt sind und man sich ein basisdemokratisches Mäntelchen umhängen möchte. Vielmehr soll es helfen, das Projekt im vorgegeben Zeitrahmen und Budget fertigstellen zu können. Das ist der Erfolg fürs Unternehmen, wirtschaftlich und imagefördernd, das ist der Erfolg von Projektleitung und Projektteam.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie ein projektbegleitendes Konfliktmanagement einrichten und handhaben können.

Kontaktieren Sie uns unter 0201 – 244 98 00 oder senden Sie uns eine Anfrage über unser Kontaktformular.